NCON V: Wir sind Nintendo. Teil 2: Nerds, Nahrung und Nintendo

Möge das grosse Zocken beginnen!

In der eingenommenen Ab-18-Ecke durften wir von einem bereits von den Veranstaltern zur Verfügung gestellten TV profitieren. Unser mitgebrachtes Konsolenrepertoire beinhaltete neben den aktuellen Handhelds auch NES, SNES und den GameCube, welche natürlich direkt angeschlossen und erfolgreich bezockt wurden.

Ebenfalls im Ab-18-Raum nisteten sich auch viele alte und neue Bekannte aus dem NFans-Universum ein: RedHate, NR20, Vater Unser oder auch Zeratul, um nur einige zu nennen. Entsprechend wurde auch munter untereinander gespielt: Ice Climber, Pac-Man Vs., International Superstar Soccer Deluxe, Super Mario Bros. 3 oder auch Killer Instinct gehörten zu den fleissig genutzten Softwareperlen.

Natürlich gab es auch ausserhalb des Ab-18-Areals in diesem Jahr wieder allerlei zu entdecken. In der Aula lockten erneut viele Demostationen zu Gamecube und Nintendo DS die neuesten Titel auszuprobieren. Dance Dance Revolution inkl. metallener Tanzplatte entlockte den Besuchern die wildesten Verrenkungen, Andrax beglückte die Veranstaltung unter anderem mit einem Miracle Keyboard für das NES und wer schon immer mal GameCube-Spiele auf einem SNES-Spielen wollte, erhielt ebenfalls die Gelegenheit dazu. Hardware-Basteleien an Nintendos aktueller Konsole gab es ebenso zu bestaunen wie Importgeräte in Form von Satellview, 64DD, iQue oder Virtual Boy. Lesefreudige Teilnehmer konnten sich am Orgatisch japanische Zeitschriften zum «Probelesen» ausleihen oder die erste (und bis heute leider auch einzige) Ausgabe des NCON-Magazins für € 1.50 erwerben (mehr zum Heft evt. ein anderes Mal). Es wurde also einiges geboten für die Besucherschaft.

Unter den zahlreichen Zockern fiel jedoch einer ganz besonders auf: Ein junger Herr mit dem Nickname DJ-Holly. Nachdem sich er erst – trotz klar erkenntlichem orangen U18-Button – den Anweisungen der Veranstalter widersetzte und unerlaubt in den Ab-18-Bereich geschlichen hatte, präsentierte er dort jedem Anwesenden (ob man wollte oder nicht) voller Stolz seinen Super Mario 64-Run, welchen er dank Glitch innert kurzer Zeit bewältigte. Nicht nur das, der aufdringliche und uneinsichtige Jüngling schaffte es auch in den verbotenen Räumlichkeiten auf einem Stuhl sitzend einzuschlafen. Das nutzten einige gleich um Bilder und Selfies mit JD-Holly zu schiessen. Um ihn entsprechend in Szene zu setzen, wurde auch nicht an Dekomaterial gegeizt und neben Blumentöpfen auch ein Narnia-Aufsteller mit dem «Muhmann» direkt neben ihm platziert. Zeitweise wurde die Ecke richtiggehend überrannt, die Massen drängten sich in den Ab-18-Bereich um einen Blick auf das Spektakel zu erhaschen. Als er dann irgendwann erwachte und sich wieder zurück in die Halle schlich, nutzte er dort mehrere Stühle als Schlafunterlage. Allerdings hielt das einige nicht davon ab, ihn erneut mit verschiedenen Gegenständen zu dekorieren.

Doch nicht nur DJ-Holly, auch Joris ist ja seit der NCON III für seine spektakulären Schlafdarbietungen bekannt. Diesmal übermannte ihn die Müdigkeit vor dem TV sitzend mit dem GameCube-Controller in der Hand, während er sich bei Mario’s Smash Football im Menü befand. Nett, wie wir sind, haben wir ein Spiel auf höchstem Schwierigkeitsgrad gestartet und bei jedem Gegentor den Sound voll aufgedreht, in der Hoffnung, dass er geschockt aufwacht und direkt wieder das Spielgeschehen übernehmen will. Allerdings schlief er trotz dieser Aktion friedlich mit dem Gamepad in der Hand weiter.

In Punkto Verpflegung stand auch in diesem Jahr der nahegelegene Aldi bei den Teilnehmern hoch im Kurs. Auch der (eigentlich nicht wirklich) bewährte Lieferservice Euphrat kam wieder zum Zug und brachte Pizzen und Dönerspeisen unter die hungrige Meute. Erstmals stand mit einem asiatischer Essenslieferanten eine Alternative zur Auswahl. Am Morgen durften sich die Teilnehmer stets auf ein reichhaltiges Frühstückbuffet freuen, das liebevoll von NCON-Koch Cyrax-Black angerichtet wurde und alles bot, was das Herz begehrte.

Natürlich gab es auch wieder etliche hartumkämpfte Turniere und dabei so manchen begehrten Preis abzustauben. Doch mehr dazu im nächsten Teil.

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